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IpmK: Ein rosaroter Küchen(alp)traum

2. Februar 2014

Halli Hallo und Hauruck :wave:

Es geht weiter mit meiner kleinen Umzugs-Serie „Ich packe meine Kisten und nehme mit“. In den kommenden Teilen möchte ich euch ein wenig davon erzählen, wie meine alte Wohnung ich zusmmengewachsen sind. Anfangen möchte ich mit der Wohnungsfindung und mit der Küche.

Doch zuvor möchte ich mich auch hier dafür entschuldigen, dass es die letzten beiden Wochen doch eher sehr ruhig hier war, ich ewig zum Antworten auf Kommentare brauchte und auch das Projekt 52 letzten Samstag ausgefallen ist. Ich war doch echt der Meinung, dass sich Umziehen und Bloggen vertragen – falsch gedacht :girl: . Aber ich hole alles geplante nach und ihr seid hoffentlich nachsichtig mit mir :)



Als ich mich 2007 dazu entschied meine Heimat zum zweiten Mal (nach einem kurzen Abstecher nach Hessen) zu verlassen, stand die Entscheidung nach Sachsen zu gehen schnell fest. Ein kleines Weilchen hatte ich noch überlegt, vielleicht doch eher nach Dresden zu gehen, letztendlich aber haben mich die hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Chemnitz doch dazu gebracht Chemnitz als meine neue Wahlheimat anzusehen. Da ich nicht der Typ bin, der gerne in WGs lebt (ich hab mir das ehrlich gesagt nie vorstellen können; hab’s dann ja aber in Norwegen zumindest mal probiert ;)), und ich mir auch nicht vorstellen konnte, in ein typisches Studentenwohnheim zu ziehen, stand von vornherein fest, dass ich mir eine eigene kleine Wohnung suchen würde. So guckten Mum und ich im Internet, fanden einige interessante Grundrisse, die offensichtlich recht typisch waren für die Stadt, und machten erste Besichtigungstermine aus.



Der Schock schlechthin war die allererste Wohnung. Ich weiß nicht, ich dachte nicht das Brandenburg sooo hypermodern ist, aber für mich war es eigentlich normal, dass das Kabel für die Deckenlampe aus der Decke kommt und nicht von der Steckdose an der Wand entlang zur Decke hin gespannt wird. Und auch einen großen Schlitz im Küchenboden empfand ich nicht gerade als ‚normal‘ ;) Am krassesten: im Klo schwammen noch, nennen wir es, feste Überreste vom Vormieter (oder wer weiß von wem). Das saß!



Aber schon die zweite Besichtigung sollte uns davon überzeugen, dass das wirklich nicht Standard ist. Ich stand in einer komplett frisch weiß gestrichenen Wohnung, mit schönen Türen, Kabeln die wirklich da waren, wo sie hingehörten und ganz viel Tageslicht. Der Innenhof, zu dem das Schlafzimmer zeigte, dank vieler Bäume komplett grün und sehr ruhig (warum auch immer ich davon kein Foto hab *uuups*), nach vorne zwar ein Haus gegenüber, aber leicht zur Seite geguckt schon Fernblick. Einfach nur schön. Und, nicht wie bei der jetzigen Wohnungssuche, ich konnte die Wohnung direkt haben. Sehr cool.

Als wir dann das erste Mal wieder in die Wohnung kamen war ich doch echt überrascht, dass die Küche so groß und das Wohnzimmer doch viel kleiner als in meiner Erinnerung war ;) Zu meiner Freude aber hatte die Wohnungsgesellschaft tatsächlich den alten Teppichboden gegen nagelneuen PVC in Holzoptik ausgetauscht. (Ja ja, ich weiß, niemand mag PVC, aber wenn Laminat und Parkett keine Option sind, ist gutes PVC meiner Meinung nach wirklich eine Alternative mit der man sehr gut leben kann.)



Ganz zu Beginn hatte ich so wenige Möbel *lach*, wenn ich das mit jetzt vergleiche ;)

Alles war noch ganz weiß und sah so ganz anders eingerichtet aus als heute. Es ist wirklich erstaunlich, was sich in doch so wenig Jahren alles ändert. Was die ganzen Jahre blieb ist meine Wohnzimmerlampe. Ein echtes Schmuckstück, alles andere als günstig, aber wo die Liebe hinfällt, hehe.

Ansonsten blieb noch mein Bett, mein Kleiderschrank, mein Schaukelstuhl und meine Wohnwand (wenn man es denn so nennen kann). Lustigerweise findet sich letztere mittlerweile im Flur, in der Küche, auf dem Dachboden und tatsächlich auch im Wohnzimmer wieder ;) Alles andere wurde im Laufe der Jahre hinzugekauft oder gegen neue Möbel ausgetauscht. Uiuiui.



Die größte Veränderung hat sicher meine Küche durchlebt.
In meiner ersten eigenen Wohnung hatte ich diese mini, minikleine Küche, nichtmal 4m², und noch dazu mit Dachschräge und Gastherme. Anders gesagt: jetzt hatte ich eine ca. 12m² große Küche, aber keine Möbel. Nur einen Kühlschrank und eine Abzugshaube. Und als Student ist der Geldbeutel nun auch echt nicht vollgefüllt. Zum Glück gab es damals von der Wohnungsgesellschaft einen Ikea-Gutschein im Wert von 250€ zum Einzug (heute gibt es 4000€! – Wohnungsfreistand sei Dank ;)). Also galt es mit 250€ die Küche so einzurichten, dass man sie zumindest nutzen konnte.



Ich entschied mich letztendlich für die Aneboda-eigentlich Schlafzimmer-Serie und ich muss zugeben: dafür hat sie die Zeit wirklich erstaunlich gut überstanden! Ein Schubfach lässt sich nicht mehr weit ausziehen und bei zweien ploppt der Boden immer mal wieder durch, aber ansonsten ist sie noch komplett ganz – und das nach 7 Jahren! Dazu gabs Arbeitsplatten aus dem eigentlichen Schreibtischplattenangebot von Ikea. Gut, zugegeben, die haben der Belastung nicht so gut standgehalten. Nach nur gut einem Jahr waren sie an Stellen, wo kleine Kratzer und Löchlein waren, doch recht aufgequollen.



Besonders am Waschbecken war das nicht mehr mit anzusehen. Also musste eine Lösung her. Alles aus Vollholzarbeitsplatten zu machen war ausgeschlossen. Also kaufte ich recht harten PVC-Fußbodenbelag und klebt und tackerte ihn auf die abgeschliffenen Platten. Mit der Lösung lebe ich heute noch und bin auch immer noch echt zufrieden!



Ein Vorhang unter der Spüle verdeckte schnell die eigentliche Notlösung zweier übereinander gestapelter 5€-Ikea-Schuhregale, die ich aber fast nicht mehr missen möchte, und ein fast 75Jahre alter Tisch, den ich für wenig Geld bei Ebay ersteigerte und aufmöbelte, komplettierten bald die Küche.



Heute muss ich sagen: ja, die Küche ist auch immer noch ein Provisorium. ABER, wenn ich bedenke, dass ich eine so große Küche auch locker leicht hätte mit einer 10.000€ und mehr teuren Küche hätte ausstatten können, meine Küche mich aber insgesamt vielleicht 400-500€ gekostet hat, dann muss ich sagen, ist sie ein sehr gutes Provisiorium. Und das Beste an ihr: sie hat wirklich viel Arbeitsfläche und die ist auf 1m Höhe! Für große Menschen wie mich eine echte Wohltat will man nicht dauernd in gekrümmter Haltung dastehen!



  Ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren – grade die von euch,  
  die sich vielleicht selber gerade ihr erstes eigenes Heim einrichten.  

Beim nächsten Mal stelle ich euch dann die anderen Räume vor :)

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4 Comments

  • Reply Muddi 2. Februar 2014 at 11:18

    genial, die Bilder aus der „alten“ Zeit noch mal zu sehen ;)

    an so einige Dinge kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern – so an den Schreibtisch an der Wohnzimmertür z. B., dabei sind doch erst (oder SCHON) 6 1/2 Jahre vergangen

    aber es geht ja heute um deine Küche ;) wenn man sich so überlegt, wie du mit echt wenig Geld und viel Einfallsreichtum einen kleinen Küchentraum hingelegt hast, dann bin ich stolz auf dich *knuuuuutsch* und bin fest davon überzeugt, dass auch deine neue Miniküche ein niedliches Teil wird :yes:

    ich muss immer schmunzeln, wenn ich daran denke, dass die Arbeitsflächenhöhe für dich genau richtig gewesen ist, für die Besucher-Muddi aber stets eine kleine Herausforderung war :lol:

    schön war’s in deiner Küche allemal

    und jetzt bin ich gespannt auf die nächsten Räume :wave:

    • Reply Line 3. Februar 2014 at 15:37

      Hehe, du wirst lachen, weißt ja ich hab keinen Stuhl mehr hier und als ich neulich im Ikea stand war da dieser Tritthocker und wäre er in weiß lasiert vorrätig gewesen, wäre er mitgekommen – dann würdest auch du problemlos an den Abwasch (hehe) rankommen :lol: . Aber du wirst dich beim WoZi noch wundern, da war (zumindest anfangs) auch einiges los ;-)
      Na und hey, bei DER Küche muss es ein neuer Küchentraum werden, ich sag nur Buffeeeet :D

  • Reply Nini 2. Februar 2014 at 14:44

    Du bist so ein Fuchs und wegen deinem Einfallsreichtum echt zu beneiden. Ich merkt auch immer wieder dass mir WG-Leben nicht so 100%ig zusagt, auch wenn ich meinen Mitbewohner gut leiden kann. Aber es sind immer Kleinigkeiten, die einem so auf die Nerven gehen und wenn sowas andauernd passiert zieht man sich in seinem Zimmer zurück und hat einen heimlichen kleinen Tobsuchtsanfall. xD

    Mal abgesehen davon, das Chemnitz nicht die spannenste Stadt der Welt ist so kann man dennoch schön gemütlich und günstig leben für eine gewisse Zeit. Auch wenn ich hier immer wieder nörgel wegen hier und da könnte man sagen man könnte es auch schlimmer haben. Irgendwo im tiefsten Ghetto vielleicht. xD

    Wir haben von der GGG keinen Gutschein für Ikea bekommen. Aber das ist krass wie du mit wenig Geld sowas tolles gezaubert hast. :>

    • Reply Line 3. Februar 2014 at 15:45

      Danke danke Nini :hug: . Ich denk mal, die Gutscheine gab’s nicht für die (liebevoll genannt) Zwangs-WGs, sondern nur für die normalen Wohnungen. Dafür habt ihr ja andere Vorzüge (Küche, Internet, Kündigungsfrist…).
      Du hast nur einen Mitbewohner? Dachte immer das wären 3er WGs… Ich hab ja in Norwegen in 8er WGs (4 Bäder, 1 Küche) gewohnt… Für ein halbes Jahr echt ok, aber an sich echt nichts für mich.

    Antworte auf den Kommentar von Muddi Cancel Reply

    ;) :yes: :wth: :whew: :wave: :slobber: :sleep: :shame: :omg: :no: :lol: :laughing: :kiss: :hug: :heart: :haha: :going: :girl: :exc: :cat: :biene: :angry: :angel: :P :D :) :(